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AMAZONE 2025: Wachstum, Innovation und Platz 2 im DLG-Ranking

In dieser Folge geht es um das starke Geschäftsjahr 2025 von AMAZONE mit 850 Millionen Euro Umsatz, internationalem Wachstum und einer gestärkten Marktposition. Außerdem sprechen wir über neue Investitionen, KI-gestützte Innovationen, Messeauszeichnungen und die Bedeutung des zweiten Platzes im DLG-ImageBarometer.


Chapter 1

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Sabine

Hallo und willkommen. Ich bin Sabine, und mit mir ist Jürgen. Heute schauen wir auf das AMAZONE Geschäftsjahr 2025 zurück und auf ein Signal, das in der Branche wirklich auffällt: ein deutliches Wachstum in einem eher anspruchsvollen Marktumfeld.

Jürgen

Genau. Die zentrale Zahl zuerst: Die AMAZONE Gruppe hat 2025 einen Gesamtumsatz von rund 850 Millionen Euro erreicht. Das entspricht einem Wachstum von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Unternehmensangaben lag dieses Plus deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Sabine

Und das ist, nüchtern betrachtet, kein kleiner Schritt. Wenn ein Hersteller in einem schwierigen Umfeld trotzdem so zulegt, dann zeigt das meist zwei Dinge: erstens eine stabile Marktposition und zweitens Produkte, die im Betrieb offenbar als relevant wahrgenommen werden. Das wird auch mit der Nachfrage nach neuen Maschinenkonzepten und digitalen Lösungen verbunden.

Jürgen

Ja. Dazu kamen starke Impulse aus mehreren internationalen Märkten. Besonders genannt werden Polen, Rumänien und China. Auch die Ukraine wird hervorgehoben, und zwar trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen. Das ist sachlich ein wichtiger Punkt, weil er zeigt, dass das Wachstum nicht nur aus einem einzelnen Markt kam.

Sabine

Internationalisierung also nicht als Schlagwort, sondern als konkrete Entwicklung. Und parallel dazu stieg auch die Zahl der Beschäftigten auf rund 2.700 Mitarbeitende weltweit. Das passt zu dem Bild eines Unternehmens, das Kapazitäten ausbaut und gleichzeitig Know-how stärkt.

Jürgen

Richtig. AMAZONE ist inhabergeführt, hat den Hauptsitz in Hasbergen-Gaste und produziert an acht Standorten. Dazu kommen ein Global Parts Center, ein Global Machinery Center und elf Vertriebsniederlassungen. Das ist die strukturelle Basis für die Entwicklung.

Sabine

Zum Produktprogramm gehören Bodenbearbeitung, Sämaschinen, Düngerstreuer, Pflanzenschutzgeräte, Hacktechnik sowie Grünflächenpflege und Winterdiensttechnik. Also Bereiche, in denen Präzision, Ressourceneffizienz und Prozesssicherheit heute sehr stark zählen. Und daraus leitet AMAZONE ja auch den Begriff des intelligenten Pflanzenbaus ab.

Jürgen

Ein weiterer Punkt zur Marktposition ist das DLG-ImageBarometer 2025/2026. Dort ist AMAZONE erstmals auf Platz 2 vorgerückt. Das ist ein neuer Spitzenwert für das Unternehmen in dieser Befragung.

Sabine

Vielleicht kurz zur Einordnung, damit die Zahl nicht einfach im Raum steht: Das DLG-ImageBarometer erfasst, wie führende Landwirtinnen und Landwirte die Markenstärke von Unternehmen einschätzen. Bewertet werden unter anderem Bekanntheit, Nutzen, Präferenz und Image.

Jürgen

Und die Top Ten in Deutschland zeigen, wie eng das Feld ist. Fendt liegt auf Platz 1 mit 58,7 Punkten. AMAZONE folgt mit 57,9 Punkten. Danach kommt Claas mit 57,6.

Sabine

Und gerade deshalb ist Platz 2 bemerkenswert und als Ausdruck einer hohen Akzeptanz der Marke und einer stärkeren Verankerung in der landwirtschaftlichen Praxis zu sehen. Das klingt sachlich plausibel, denn solche Rankings entstehen nicht nur aus Sichtbarkeit, sondern aus erlebtem Nutzen.

Jürgen

AMAZONE betont dabei auch seinen Ansatz als Familienunternehmen: langfristige Entwicklungen, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben und Lohnunternehmen verschiedener Größen und der Anspruch, moderne Lösungen wirtschaftlich und zuverlässig nutzbar zu machen.

Sabine

Kurz gesagt: 2025 war geprägt von Umsatzwachstum, internationaler Dynamik, mehr Beschäftigten und einer weiter gestärkten Markenposition. Das ist schon ein ziemlich dichtes Paket. Und die spannende Frage ist dann natürlich: Wodurch wird so ein Kurs abgesichert? Genau da kommen Investitionen und Innovationen ins Spiel.

Jürgen

Der erste Hebel ist Forschung und Entwicklung. AMAZONE hat 2025 mehr als 5 Prozent des Umsatzes in F&E investiert. Das ist ein klarer Hinweis auf eine langfristige Ausrichtung, nicht nur auf kurzfristige Marktreaktionen.

Sabine

Und parallel wurde an mehreren Standorten ausgebaut. In Leipzig gingen neue Produktionshallen mit 8.350 Quadratmetern in Betrieb, außerdem wurden die Außenlagerflächen um rund 15.000 Quadratmeter vergrößert. Die Kapazität der Photovoltaikanlage wurde ebenfalls erhöht. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Produktionsausbau und Energieeffizienz zusammenlaufen können.

Jürgen

In Bramsche ist die zweite Erweiterung seit der Neueröffnung 2018 vorbereitet. Für zusätzliche Montage- und Logistikbereiche sind dort Investitionen von rund 12 Millionen Euro vorgesehen. In Gaste und Hude wurden neue Lasermaschinen im Wert von rund 6 Millionen Euro installiert. In Gaste kamen außerdem eine moderne Laserschweißanlage, die energetische Sanierung von Hallen und weitere Photovoltaikkapazitäten hinzu.

Sabine

Das ist technisch interessant, weil solche Investitionen nicht nur mehr Fläche bedeuten. Sie verbessern meist auch Prozessqualität, Durchsatz und Ressourceneinsatz. Oder einfacher gesagt: präziser fertigen, effizienter arbeiten, stabiler liefern. Genau diese drei Linien sieht man hier.

Jürgen

International wurde zudem die Präsenz in Nordamerika gestärkt. In El Dorado, Kansas, hat AMAZONE eine neue Niederlassung eröffnet. Der Standort umfasst rund drei Hektar sowie eine Halle mit etwa 2.800 Quadratmetern und Bürobereichen. Dort sollen künftig Maschinen und Ersatzteile für den US-Markt gelagert und versendet werden, außerdem ist eine Endmontage vorgesehen.

Sabine

Und jetzt zu den Innovationen. Die Weiterentwicklung des Produktprogramms war auch 2025 ein zentraler Erfolgsfaktor. Auf der Agritechnica präsentierte AMAZONE über 30 Neuheiten und wurde dafür gleich mehrfach ausgezeichnet. Je eine DLG Silbermedaille gab es für den Anbaustreuer ZA TS 01 AutoSpread, als sich autonom einstellenden Düngerstreuer, und für die KI-basierte Düngererkennung EasyMatch.

Jürgen

Und zwei Farm Machine Awards kamen ebenfalls hinzu: für EasyTram, also die Planung und Anlage von Fahrgassen per Applikationskarte, und erneut für den ZA-TS 01 mit AutoSpread. Diese Preise markieren die Richtung recht klar: Automatisierung, Sensorik, Datenverarbeitung und präzisere Ausbringung.

Sabine

Ja, und KI spielt dabei eine zunehmend zentrale Rolle. In den Unterlagen wird sie ausdrücklich als Werkzeug beschrieben, um Ressourcen effizienter zu nutzen und Ökosysteme zu schützen. Genannt werden EasyMatch, SoilDetect und allgemein datenbasierte Optimierungsprozesse. Das Ziel ist ein noch präziserer, effizienterer und wirtschaftlicherer Pflanzenbau. Sehr sachlich formuliert, aber inhaltlich ziemlich eindeutig.

Jürgen

Zu den weiteren Produkthighlights zählen die neue Generation der Catros+ 12003-2TX mit 12 Metern Arbeitsbreite, AmaXact als PWFM-Lösung für höhere Leistungsfähigkeit in der Applikationstechnik und die Anhängesämaschine Condor 02. Auch im kommunalen Bereich gab es Neues, etwa die Studie des autonomen Mähers Profihopper AutoDrive.

Sabine

Und weil Entwicklung nicht nur aus Produkten besteht, noch zwei wichtige Praxisbausteine: die AMAZONE Academy und das Versuchsgut Wambergen. In Hude-Altmoorhausen entstand ein weiterer Trainingsstandort der Academy mit 2.430 Quadratmetern. Dort lassen sich besonders Großflächentechnik und Pflanzenschutzspritzen mit bis zu 48 Metern Gestängebreite praxisnah zeigen. Wambergen, direkt nahe dem Stammwerk in Gaste, wird ebenfalls weiter modernisiert und für Pflanzenbauversuche ausgebaut.

Jürgen

Beides ist wichtig für den Wissenstransfer. Trainings, Vorführungen und Versuche verbinden Technikentwicklung mit praktischer Anwendung. Ergänzend lädt AMAZONE zur 10. Hausmesse AMATECHNICA am 21. Mai 2026 in Hasbergen-Gaste ein. Dort sollen die Agritechnica-Neuheiten live im Feldeinsatz gezeigt werden.

Sabine

Und dann ist da noch das Jubiläum: 25 Jahre Catros. Dieses Jubiläum wird 2026 unter dem Leitmotiv „Innovation never stops“ begleitet. Die Catros steht seit 2001 für eine sehr erfolgreiche Produktfamilie in der Bodenbearbeitung. Ein Vierteljahrhundert ist in der Landtechnik keine kleine Randnotiz.

Jürgen

Zum Abschluss ein Blick nach vorn: Für 2026 erwartet AMAZONE eine stabile Seitwärtsbewegung des Umsatzes auf hohem Niveau. Die Richtung ist damit gesetzt: weiter investieren, weiter entwickeln, weiter praxisnah arbeiten.

Sabine

Damit ist das Bild rund: starke Zahlen, gezielte Investitionen, viele Innovationen und ein realistischer Blick nach vorn. Danke dir, Jürgen.

Jürgen

Danke dir, Sabine. Und danke fürs Zuhören. Bis zur nächsten Folge.

Sabine

Macht's gut und bis bald.