Die mobile Testhalle: Präzision beim Düngerstreuen live
Sabine und Jürgen erklären, wie der ZA-TS 01 mit AutoSpread das reale Streubild während der Fahrt misst, bewertet und automatisch anpasst. Außerdem geht es um Grenz-, Kurven- und Windkompensation sowie den digitalen Zwilling als Basis für dauerhaft präzise Ausbringung.
Chapter 1
Die mobile Testhalle auf dem Acker
Sabine
Willkommen zur heutigen Ausgabe! Ich bin Sabine, und hier bei mir ist Jürgen. Jürgen, stell dir mal Folgendes vor: Eine komplette, hochmoderne Testhalle für Düngerstreuer, vollgestopft mit Sensoren und Prüfschalen. Aber anstatt fest in einer Fabrik zu stehen, fährt diese Halle mit 15 STUNDENKILOMETERN über einen unebenen Acker und analysiert ihr eigenes Streubild in Echtzeit.
Jürgen
Bei 15 Stundenkilometern und Ausbringmengen von bis zu 650 Kilogramm pro Minute reicht eine statische Einstellung schlichtweg nicht mehr aus. Und dieses Bild der mobilen Halle ist sehr treffend. AMAZONE nennt den Anbaustreuer ZA-TS 01 mit AutoSpread genau so: eine mobile Streuhalle.
Sabine
650 Kilogramm pro Minute. Das ist eine ENORME Menge Material, die da in Bewegung ist. Bisher war es doch so: Man stellt Wurfrichtung und Wurfweite des Düngerstreuers einmalig ein und vertraut darauf, dass die Parameter auf dem Feld stabil bleiben. Wie genau misst diese -- "mobile Halle" -- das jetzt im Betrieb?
Jürgen
Das System erfasst mit Sensoren die Wurfrichtung und die Wurfweite direkt während der Fahrt. Es wird also nicht nur ein Sollwert eingestellt, sondern das reale Streubild wird gemessen, automatisch bewertet und im laufenden Betrieb sofort angepasst.
Sabine
Das reale Streubild wird gemessen. Das bedeutet ja einen kompletten PARADIGMENWECHSEL. Der Streuer geht von einer ausführenden Maschine zu einem selbstüberwachenden System über. Und hier kommt dann auch die digitale Vernetzung ins Spiel, oder? AmaConnect und dieser digitale Zwilling.
Jürgen
Richtig. Über AmaConnect und den digitalen Zwilling werden die erfassten Daten fortlaufend validiert. Das System gleicht die realen Messwerte permanent mit den idealen Modellen ab. So wird die Streuqualität nicht nur einmalig gesichert, sondern dauerhaft im Prozess aufrechterhalten.
Chapter 2
Präzision und mechanische Perfektion
Sabine
Diese dauerhafte Validierung durch den digitalen Zwilling ist beeindruckend. Aber... jede digitale Intelligenz braucht eine solide physische Basis. Und beim ZA-TS ist das dieses TS-Streuwerk, das ja für Arbeitsbreiten von 15 bis 54 METERN ausgelegt ist.
Jürgen
Gerade bei diesen 54 Metern Arbeitsbreite zeigt sich die mechanische Qualität. Denn Präzision endet nicht in der Feldmitte. Mit dem scheibenintegrierten Grenzstreusystem AutoTS lässt sich das Rand-, Grenz- und Grabenstreuen direkt aus der Kabine aktivieren. Für die ganz großen Breiten gibt es dann BorderTS, damit die Sollmenge EXAKT bis an die Feldgrenze ausgebracht wird, ohne Dünger über die Grenze hinaus zu streuen.
Sabine
Ohne Dünger über die Grenze hinaus zu streuen -- das ist aus Sicht des Ressourcenschutzes und der Gewässerqualität absolut essenziell. Aber Feldgrenzen sind ja meistens gerade. Was passiert, wenn der Traktor in die Kurve geht oder am Vorgewende dreht? Da entstehen doch die klassischen Überlappungen.
Jürgen
Dafür greifen HeadlandControl und CurveControl ein. HeadlandControl korrigiert die Verteilung am Vorgewende, und CurveControl passt die Querverteilung dynamisch an, sobald der Traktor in eine Kurve fährt. Zusätzlich schaltet GPS-Switch die Teilbreiten automatisch. Die Maschine reagiert also auf die realen Fahrsituationen.
Sabine
Die Maschine managt das Überlappungsrisiko in der Kurve selbst. Das nimmt extrem viel Druck vom Fahrer. Aber was ist mit externen Faktoren? Ich denke da vor allem an Wind. Der beste Algorithmus nützt nichts, wenn eine seitliche Böe den Dünger wegträgt.
Jürgen
Deshalb überwacht WindControl den Windeinfluss permanent und gleicht ihn aus. Und als weitere Absicherung gibt es ArgusTwin. Dieses System kontrolliert beide Streufächer radar-basiert und korrigiert das Einleitsystem für die linke und rechte Seite völlig unabhängig voneinander.
Sabine
Zwei Streufächer, die unabhängig per Radar korrigiert werden. Das fasst es eigentlich perfekt zusammen. Präzision ist beim ZA-TS 01 kein statischer Wert auf einem Papier, sondern ein kontinuierlicher, sich selbst korrigierender Prozess. Und das beginnt ja schon VOR dem Feld, wenn die mySpreader App mit der Düngerdatenbank die ersten Einstellempfehlungen liefert.
Jürgen
Genau dieses Zusammenspiel macht die Maschine aus. Hohe Leistung durch das TS-Streuwerk, präzise Grenzarbeit, Kurvenkorrektur, Windanpassung und dann eben die autonome Validierung durch AutoSpread. Das ist der Grund, warum in der Branche vom GOLDSTANDARD gesprochen wird. Die Präzision wird nicht nur behauptet, sie wird technisch umgesetzt.
Sabine
Präzision, die gemessen und nicht nur geschätzt wird. Ein schöner Gedanke für die moderne Landwirtschaft. Danke fürs Zuhören, und bis zum nächsten Mal!